caner teker
Juli–Dezember 2026
Wir freuen uns, caner teker als achte*n Stipendiat*in der Between Bridges Residency vorzustellen. Von Juli bis Dezember 2026 arbeitet teker in den Räumlichkeiten von Between Bridges in der Keithstraße. In choreografischen Arbeiten untersucht teker den Körper als Ort, an dem Gewalt, Disziplin, Begehren und Projektionen aufeinandertreffen. Live Performance, Musik und Film bilden dabei wiederkehrende Elemente einer Praxis, die international in Theatern, Museen und Ausstellungshäusern gezeigt wird.
Während der Residency entwickelt caner teker eine neue choreografische Studie, die auf langjährigem Kampftraining basiert und als serielles Solo aufgeführt wird. Der Körper führt Bewegungen aus, die in Verteidigung und Selbstschutz verwurzelt sind, und behauptet sich in Momenten, in denen Identität ins Wanken gerät.
Die Arbeit wird erstmals im September 2026 in den Räumlichkeiten der Between Bridges Residency präsentiert. Weitere Informationen folgen in Kürze.

caner teker ist Überlebende*r, Künstler*in und Choreograf*in, geboren 1994 in Duisburg-Marxloh. Nach dem Studium an der Kunstakademie Düsseldorf folgte ein postgraduales Studium an der SNDO – School for New Dance Development in Amsterdam. In tekers Arbeit trifft der Körper als Ort aufeinander, an dem sich Gewalt, Disziplin, Begehren und Projektion begegnen, oft unter Einbezug von Live-Performance, Musik und Film.
In den vergangenen Jahren sind Performances und Filme entstanden, die in Theatern, Museen und Ausstellungskontexten in Europa und darüber hinaus gezeigt wurden, darunter HAU – Hebbel am Ufer, Gessnerallee Zürich, Tanzquartier Wien, Maxim Gorki Theater, CAPC Bordeaux, Mudam Luxembourg, Neue Nationalgalerie, Museum Ostwall Dortmund und Fogo Island Arts. Zu den jüngeren Arbeiten zählen trans–, KIRKPINAR, grounds for refusal, untitled (live) sowie der Film remedy.
2023 wurde eine Performance von teker für die Sammlung des Museum Ostwall Dortmund angekauft. Weitere Auszeichnungen, Residenzen und Stipendien umfassen ars viva-Preis 2024, tanzhaus Zürich, die Kulturakademie Tarabya in Istanbul, Fogo Island Arts in Kanada sowie das Live Studio der Kunsthalle Bergen. 2026 wird diese Arbeit mit Residenzen bei Between Bridges sowie im Rahmen der Künstlerischen Forschung der Kunststiftung NRW fortgeführt.

